Einträge von Sabine

Stevan Paul: Der große Glander

Klappentext: Der junge Künstler Gustav Glander wird im New York der 1990er-Jahre zum Star der Eat-Art-Bewegung. Seine kulinarisch geprägten Arbeiten und Aktionen sind spektakuläre Inszenierungen und treffen den Nerv der Zeit, Kritiker und Sammler stürzen sich auf die Werke des schweigsamen Deutschen. Doch der Erfolg bereitet ihm Unbehagen. Nach einem Flug in die Heimat verschwindet […]

Rocky

„Das frisch geduschte, blonde männliche Muskelpaket fuhr rasant und betrunken mit dem Fahrrad zur Apotheke, da es ein Mittel gegen den drohenden Kater benötigte und legte sich bei dem Schneetreiben samt Fahrrad prompt auf die Fresse.“ Oma Else setzte sich irritiert ihre Lesebrille auf, um diesen Abschnitt im Lokalteil der  Tageszeitung erneut zu lesen. Ein […]

Hans Pleschinksi: Königsallee

Klappentext: Sommer 1954: Thomas Mann kommt zusammen mit seiner Frau Katia nach Düsseldorf, um aus dem „Felix Krull“ zu lesen, der sich zum Bestseller entwickelt. Im selben Hotel, dem „Breidenbacher Hof“, ist gleichzeitig Klaus Heuser, auf Heimaturlaub aus Asien, mit seinem Freund Anwar abgestiegen, ein Zufall, der es in sich hat. Denn Klaus Heuser, den […]

„Appes Bein“ (Dornröschen)

Wieder einmal saß Elfriede Machewsky auf der alten Bank im verrotteten Freizeitpark in Bottrop. Sie mochte die morbide Atmosphäre dieses Parks. Grünzeug überwucherte die verrosteten Geräte, die Wurzeln auf den ehemaligen Gehwegen brachten sie zum Stolpern. Die große, dornige, Hecke ließ ihre Gedanken abschweifen. Schloss sie die Augen, zu fühlte sie sich wie Dornröschen. Kein […]

Hape Kerkeling: Der Junge muss an die frische Luft: Meine Kindheit und ich

Klappentext: Mit »Ich bin dann mal weg« hat er Millionen Leser inspiriert, persönliche Grenzen zu überschreiten. Jetzt spricht Hape Kerkeling über seine Kindheit; entwaffnend ehrlich, mit großem Humor und Ernsthaftigkeit. Über die frühen Jahre im Ruhrgebiet, Bonanza-Spiele, Gurkenschnittchen und den ersten Farbfernseher; das Auf und Ab einer dreißigjährigen, turbulenten Karriere – und darüber, warum es […]

„Read what I see“: Der alte Bonbonladen

Von weitem sah ich das alte Blechschild an einer Stange über dem Schaufenster hängen: Feinkostgeschäft. Mit langsamen Schritten näherte ich mich, um dort ein paar „Leckerlis“ zu kaufen. Gedacht hatte ich an ausländische, in Öl eingelegte Spezialitäten. Als ich vor dem Geschäft stand, musste ich schmunzeln. Es war ein alter „Bonbonladen“. Hier würde ich eher […]

Kolume: Das Reservezimmer

„Kann ich in Ihrem Hotel noch eine Nacht anhängen? Hätten Sie noch ein Zimmer frei?“ „Nein, wir sind ausgebucht. Ich kann Ihnen aber das Reservezimmer anbieten.“ „Reservezimmer? Ist das so etwas wie ein altes Dienstbotenzimmer unter dem Dach und nur über eine kleine Holztreppe zu erreichen?“ „Nein!“ und lacht. „Es ist das Zimmer ohne Badezimmer. […]

„Read what I see:“ Eine Bootsfahrt, die ist …..

Das Geräusch von kratzender Kreide auf einer Tafel ist eines der gemeinsten Geräusche, die ich kenne. Es gibt ein Geräusch, welches nicht gemein ist, mich aber unendlich nervt: Das Gekreische von Metallstühlen, welche auf Bootdecks hin und her geschoben werden. Ratsch, ratsch. Auf Decks von Ausflugsbooten. Es sind diese Art von Stühlen, die auf der […]

Ich mag Stinker

  Irgendwann begann ich mich zu langweilen. Die Vorlesungen in der Uni unterforderten mich. Meine Mitstudenten empfand ich als Menschenmenge, die sich dem intellektuellen Einheitsbrei ergaben. Ich konnte sie nicht mehr ertragen. Statt in den Hörsälen über Georg Wilhelm Friedrich Hegel oder Jean-Paul Sartre belehrt zu werden, besuchte ich, für mich anfangs fremde, Haushalte. Ich […]