Kolumne: Ich bin nicht schwarz und weiß – ich bin bunt
Irgendwo in den Untiefen des www fand ich ein Interview mit Elton John, in dem er sagt: „Ich bin nicht schwarz und weiß, ich bin bunt.“
Was bin ich?
Ausgewaschenes rosa?
Durchsichtig?
Farblich verdrecktem Plastik ähnelnd?
Nach dem ersten morgendlichen Kaffee eine Wiener Melange?
Grauer Asphalt mit Rissen und Löchern, wie ein Gehweg über den seit den 50er Jahren täglich, stündlich, minütlich Menschenmassen flanieren?
Rot? Weinrot? Strahlend rot?
Schwarz in den düsteren Momenten voller Selbstzweifel?
Blau, wenn die Lipödeme ungewollt Flecken produzieren?
Grelle, goldfarbene Lichtblitze, wenn die Schmerzen sich den Weg durch den Körper bahnen?
Dominieren meine Synapsen meine farbliche Wahrnehmung? Oder gar mein Gehirn als Gesamtpaket? Vielleicht meine Seele?
Ich bin ein Kaleidoskop an Farben. Manch einer sieht eine Farbe im Vordergrund, manch einer viel mehr.



