Beiträge

BuchClub – nun gibt es ihn bereits ein Jahr :-)

Der klassische BuchClub versank über die Jahre in der Versenkung. Verband auch ich damit steife, englische Damen, die sich bei einer Tasse Tee, den kleinen Finger abgespreizt, mit wohl akzentuierten Worten über Literaturklassiker austauschten, so wollte ich es anders machen.
In Baden-Württemberg sammelte ich über sieben Jahre Erfahrung, in dem ich regelmäßig bei der Stadtbibliothek Bücher vorstellte, die im Anschluss ausgeliehen werden konnten. Die TeilnehmerInnen konnten die Vorstellungen auf meinem Blog nachlesen.

Mit dem Umzug ins Ruhrgebiet nahm die Idee Fahrt auf und mit „Die Kulturküche“ fand sich ein geeigneter Ort.
Am 28. September 2025 fand das erste Treffen von „Lesezeichen – BuchClub Herne – Das Original“ statt. Wir feiern in wenigen Tagen 1-jähriges.
Im ca. 6 Wochen-Rhythmus treffen wir uns mit maximal 10 TeilnehmerInnen. Teilen Gedanken wie, was sind unsere Lieblingsstellen, wie gefällt uns die Sprache, nimmt der/die Autor*in uns gefühlsmäßig mit?
Aus drei Vorschlägen, dem Genre Romane und Biographien, stimmen wir ab und lesen das Buch bis zum nächsten Treffen. Da ich regelmäßig Rezensionsexemplare erhalte, die man nicht unbedingt auf den ersten Blick in Buchhandlungen sieht, finden diese gelegentlich auch den Weg auf die Vorschlagsliste.
Doch geht es nicht nur um das Buch an sich. Ich recherchiere über Autor und Werk, so dass der Austausch noch etwas abgerundet wird.
Im Gegensatz zu anderen BuchClubs können auch TeilnehmerInnen kommen, die Lesetipps erhalten, einfach einen Kaffee trinken möchten und die Gesellschaft von an Büchern interessierten Menschen genießen möchten.

Interesse an der Teilnahme? Dann melde dich.
Anmeldung: sabine@schreiben-von-innen.de

Thorsten Woywod: Mathilde und Marie

Klappentext:
Warmherzig und entschleunigend – ein Roman, der einfach nur guttut
In Redu, einem kleinen Bücherdorf inmitten der belgischen Ardennen, wird die Zeit als Freund und nicht als Gegner empfunden: Umgeben von ausgedehnten Wäldern, rauschenden Flüssen und steilen Anhöhen gibt es hier lediglich einen Fernseher, während das Internet nur zwischen 19 und 20 Uhr verfügbar ist. Dass der Kirchturm windschief in den Himmel ragt und man sein baldiges Herabstürzen befürchten muss, stört die 390 Einwohner ebenso wenig wie die gehörig aus dem Takt geratene Turmuhr. Als dann jedoch die junge Französin Marie ins Dorf kommt und der Frühling Einzug hält, wird nicht nur die Natur zu neuem Leben erweckt. Selbst die mürrische Mathilde kann sich dieser Entwicklung nicht entziehen …

„Heile Welt in den belgischen Ardennen“
Einmal ist das schönste Buch zu Ende und obwohl ich es mir gut eingeteilt habe, sind die letzten Seiten gelesen.
Das Cover zeigt ein Dorf und ist dezent gehalten, während der Einband das kräftige orange des Titels wiedergibt. Mir gefällt es.
In „Marie und Mathilde“ wird aus der Perspektive mehrerer Menschen, der Isländerin Jónína, Marie und Mathilde ihre Geschichte im Bücherdorf Redu erzählt.
Marie verlässt Paris fluchtartig ohne konkretes Ziel und trifft im Zug auf die Isländerin Jónína, die mit der Frage „Was wiegt so schwer in Deiner Seele?“ bei dieser die Tränen zum Fließen bringt. Die Geschichte dahinter wird noch nicht erzählt.
Jónína nimmt Marie, nicht ohne Hintergedanken, mit ins Dorf Redu, in dem die Zeiten anders ticken. So gibt es einen Fernseher und der Internetzugang ist nur zwischen 19 Uhr und 20 Uhr verfügbar. Dinge, an die Marie sich schnell gewöhnt.
Die Natur, die Menschen und die Bücher bestimmen den Umgang im Ort miteinander. So wird Marie zu Beginn von der älteren, verwitweten Mathilde beobachtet, doch bald kommen sich die beiden näher und freunden sich an. Mit dem beginnenden Frühling findet sich Marie ins Dorfleben und der Buchhandlung ein, in der sie Jónína vertritt.
Das Zitat von Elif Shafak: „Bücher verändern uns, Bücher retten uns.“ findet ebenfalls Erwähnung. Weiterlesen