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Kurzgeschichte: Frau K. mit C.

Ich möchte vorstellen: Frau K. mit C.:
Unzufrieden mit ihrem Vornamen betont sie bei jeder unpassenden Gelegenheit – denn passende gibt es nicht – dass ihr Vater sich bei der Namensgebung durchsetzte und sie somit auf den Namen K. getauft wurde. Sie empfand und empfindet den Namen als zu gewöhnlich für ein Mädchen. In einem Anfall von Kreativität benannte sie sich in Catja mit C.! um. Ein Charakterwechsel oder ähnliches ging damit nicht einher.
Als Russlanddeutscher bedeutete ihrem Vater der Name K. sehr viel. Es war der Beginn der 70er Jahre und sie konnte sich glücklich schätzen nicht auf Nicole oder Claudia getauft worden zu sein. Oder gar Olga, dem Favoriten ihrer Mutter. Heutzutage verbindet man damit eher agressive, wütende Holstein-Rinder.
Sie stellt die fleischgewordene Snickers Werbung: „Du bist nicht Du, wenn Du hungrig bist“ dar. Ihr Gebahren ist kein Mummpitz, sondern ein Zustand, der auf ihr Umfeld irritierend wirkt. Würde es helfen, wenn sie sich täglich ein Snickers impfen würde? Nein, diese Idee ist zu aberwitzig.
Da sie nicht nur kluge Menschen, Hunde, um die Ecke denken, Wechsel, sondern auch Spritzen ängstigen, würde sie sich es vermutlich eher nicht trauen. Obwohl – anschließend würde sie den größten Applaus einfordern.

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